Der Weg von Almáciga zur Küstenstraße schlängelt sich serpentinenförmig den Steilhang hinab. Ein Dorfbewohner kommt uns entgegen. Er hat es nicht eilig und bleibt an einen Geländer stehen, um uns vorbei zulassen. An der nächsten Wegebiegung bietet sich ein herrliches Panorama. Wie geschaffen für ein Foto. Der Hang fällt hier steil herab, aber es befindet sich ein Geländer davor. Und so stellen wir uns für das Foto auf. “Geht noch einen Schritt zurück, dann bekomme ich euch besser ins Bild”, meint Lotte. Wir bewegen uns ein kleines Stück. Dabei greife ich mit der Hand rückwärts nach dem Geländer, um festzustellen, wie weit es noch geht. Doch ich spüre keinen Widerstand. Ich sehe, wie das zur Sicherheit der Wanderer aufgestellte Geländer umfällt, als sei es nur in Sand gesteckt. Derart ins Leere greifend, verliere ich mein Gleichgewicht. Mit einem erstaunt-erschrockenem “Oh” stürze ich rücklinks steil bergab. Mein Gesichtsfeld verschwindet. Instinktiv habe ich die Augen geschlossen. Ich spüre, wie es in Drehbewegungen abwärts geht. Hier und da schlage ich hart irdendwo an. Hoffentlich hört dies bald auf, denke ich. Dann ein Rumms. Endlich bleibe ich liegen.

Einige Tage später erfahre ich aus Feuerwehrbericht und Zeitung, dass ich 25 Meter in die Tiefe gestürzt bin.

Nun, inzwischen befinde ich mich auf dem Weg der Besserung, muss aber noch langsam machen. Im Institut wartet einiges an Arbeit auf mich. Und so bitte ich um Verständnis, wenn einige Artikel, die ich für diesen Blog angekündigt habe, noch etwas länger brauchen.

Zeitungsberichte in spanisch und deutsch. Und nun auch ein Foto.