Es gab Zeiten, da in Deutschland leider der Terror die Schlagzeilen beherrschte. Ich meine hier den unsäglichen RAF Terror, aber auch rechten Terror. Waren die Täter Christen? Vielleicht. Ich weiß es nicht. Und es war auch nie ein Thema.

Warum aber, wenn Terroristen die Worte Allah oder Mohammed in den Mund nehmen – ob sie daran glauben oder nicht -, wird gleich von islamischen Terror gesprochen? Manche Menschen können (oder wollen) nicht zwischen Terroristen und friedlichen Bürgern unterscheiden und nehmen den Kampf gegen eine vermeintliche, meiner Erfahrung nach aber nicht vorhandenen, islamische Bedrohung auf. Dies führt zu einer Ausgrenzung von Menschen aufgrund ihrers Glaubens. Und die Ausgrenzung treibt einige von ihnen möglicherweise in die Arme von gewalttätigen Rattenfängern. So rekrutieren die Terroristen Nachschub.

Ich wünsche mir daher, dass die Öffentlichkeit, insbesondere Presse und andere Medien, vom Terror berichten, ohne die eventuelle Religion dieser Verbrecher in den Vordergrund zu schieben. Es geht hier um verabscheuenswürdige Verbrechen, nicht um die Religion. Natürlich sind Hintergrundinformationen wichtig, wie z.B. eine mögliche oder offensichtliche Verbindung zu einem Terror-Netzwerk. Doch auch dieses ist nicht religiös, sondern hängt einer Gewalt verherrlichenden, kranken Ideologie an.